Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im SGB II und SGB III

Empfehlungen und Umsetzungshinweise für die Praxis in NRW

2018 haben die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag Empfehlungen zur Zusammenarbeit bei der Unterstützung arbeitsuchender abhängigkeitskranker Menschen beschlossen.

Auf dieser Grundlage haben das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, der Landkreistag NRW, der Städtetag NRW, die Deutsche Rentenversicherung Rheinland und Westfalen, der Arbeitsausschuss Drogen und Sucht der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen, der Fachausschuss Suchtselbsthilfe, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, der Fachverband Sucht (Sektion NRW) sowie der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe (AK NRW) die nachfolgenden Empfehlungen für Nordrhein-Westfalen unterzeichnet.

Die Vereinbarungspartner empfehlen die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit bei der Unterstützung und Betreuung abhängigkeitserkrankter Menschen im SGB II und SGB III, insbesondere in folgenden Handlungsfeldern:

  • Umgang mit Verdachtssituationen
  • Zugangswege zur medizinischen Rehabilitation, einschließlich Erprobung des Sonderweges
  • Zusammenarbeit während der medizinischen Rehabilitation
  • Überleitung und Anschlussangebote
  • Institutionenübergreifende Zusammenarbeit

 

Ziele

Ziele sind der frühzeitige Zugang zur Suchtberatung und zu suchtmedizinischen Leistungen - einschließlich Rehabilitationsleistungen -, die Sicherung des Rehabilitationserfolges durch eine nachhaltige Betreuungs- und Eingliederungsstrategie sowie die Verknüpfung der Expertise der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure bei der Betreuung abhängigkeitserkrankter Menschen im SGB II und SGB III. In den Mittelpunkt jeglichen Handelns sind dabei immer die individuellen Bedarfe der suchtkranken Menschen und die ganzheitlich ausgerichtete Betreuung zu stellen.

 

Beteiligte Institutionen

An der Erarbeitung der Ergebnisse waren Vertreterinnen und Vertreter folgender Institutionen beteiligt:

  • Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit
  • Deutsche Rentenversicherung Rheinland
  • Deutsche Rentenversicherung Westfalen
  • LAG der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen
  • Städtetag NRW
  • Landkreistag NRW
  • Landesfachstelle berufliche und soziale Integration
  • 14 Jobcenter
  • Fünf Agenturen für Arbeit
  • Fachausschuss Suchtselbsthilfe Nordrhein-Westfalen
  • Drei Fachkliniken

 

Nach erfolgreicher Erarbeitung der Empfehlungen und Umsetzungshinweise für die Praxis wurden diese veröffentlicht. Die Vereinbarungspartnerinnen und -partner und die Landesfachstelle berufliche und soziale Integration erarbeiten Begleitmaßnahmen und unterstützende Angebote zur regionalen Umsetzung der Empfehlungen.

Die Landesfachstelle ist Mitglied des Begleitgremiums unter Federführung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und begleitet die Kooperationsprozesse auf Landesebene.

Zielgruppe

  • Agenturen für Arbeit in NRW
  • Jobcenter in NRW
  • Träger der ambulanten und stationären Suchthilfe in NRW
  • Suchtselbsthilfe in NRW
  • Kommunen in NRW im Rahmen der kommunalen Suchthilfeplanung (Sucht- und Psychiatriekoordinatoren)
  • Deutsche Rentenversicherung Rheinland
  • Deutsche Rentenversicherung Westfalen

Ansprechpartner

Ansprechpartnerin in der Landesfachstelle berufliche und soziale Integration:

Nicole Adon (Leiterin)
Tel.: 05251 - 889-1341
E-Mail: nicole.adon@lki-nrw.de

 

Empfehlungen und Umsetzungshinweise

Die Empfehlungen und Umsetzungshinweise für die Praxis "Berufliche Teilhabe von abhängigkeitserkrankten Menschen. Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im SGB II und SGB III in NRW" können Sie über den Broschürenservice des MAGS NRW als Druckversion bestellen.

Eine PDF Version finden Sie hier: