Kommunale Lösungen zur Bewältigung von Drogenkonsum im öffentlichen Raum

Dokumentation Fachtag 30.06.2025

Programmablauf

Moderation: Ralph Erdenberger

Begrüßung
Monika Schröder, Fachbereichsleitung Landschaftsverband Rheinland Fachbereich 84, Planung, Qualitäts- und Innovationsmanagement
Melany Richter, Referat für Prävention, Psychische Gesundheit, Sucht des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen 

Handreichung des Beirats der Suchtkooperation NRW 
Dr. Anne Pauly, Geschäftsstelle Suchtkooperation NRW

Offene Drogenszenen in NRW 2024
Prof. Dr. Daniel Deimel, TH Nürnberg

Kooperation zwischen Sucht und Wohnungsnotfallhilfe
Lilian Fischer & Katja Neveling, Caritas Mettmann

Gesprächsrunde "Aktuelle Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven"
Sabrina Klier, Vision e.V.
Patrick Pincus, Wohnprojekt NUB Düsseldorf
Lilian Fischer, Caritas Mettmann
Prof. Dr. Daniel Deimel, TH Nürnberg

Gesprächsrunde "Gemeinsam engagiert vor Ort - wie gelingt das?"   
Luca Neumann, Aufsuchendes Suchtclearing Köln 
Christine Keisers, Medizinisches Streetwork Düsseldorf, Drogenhilfe Düsseldorf 
Christoph Reuter, Erster Polizeihauptkommissar GABI (Gemeinsame Anlaufstelle Bonn Innenstadt)
Patrick Pincus, Sprecher des Arbeitskreises Drogenkonsumräume in NRW 
Jan-Gert Hein, Drogenhilfe Bielefeld
Robert Litschke, Kommunales Lagezentrum Dortmund 

Umsetzung von Drug Checking in Nordrhein-Westfalen 
Drug Checking Modell-Verordnung NRW, Melany Richter,  Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des  Landes Nordrhein-Westfalen
Analyseverfahren, Luzia Schaaf, LVR Klinik Viersen

Wie funktioniert Schadensminderung in Zürich?   
Florian Meyer, Abteilung Schadensminderung illegale Substanzen, Stadt Zürich

 

Publikumsbeteiligung: Was sind Ihre aktuellen Herausforderungen vor Ort?

  • Finanzielle Herausforderungen

    • Geldmangel
    • Schlechte Haushaltslage
    • Fehlende Finanzierungsmöglichkeit (pauschal und unbegrenzt) für freiwillige Aufgaben
    • Finanzielle Engpässe in der Wohnungsnotfallhilfe

     

    Strukturelle und organisatorische Herausforderungen

    • Bürokratie
    • Komplexe Hilfesysteme
    • Entbürokratisieren
    • Alteingesessene Mitarbeiter mit wenig Wunsch nach Veränderung der Arbeitsweise
    • Personalmangel
    • Digitalisierung (als Herausforderung oder Chance?)

     

    Soziale und gesundheitliche Herausforderungen

    • Wohnungsmangel
    • Wenig bezahlbarer Wohnraum
    • Unsichere Aufenthaltsverhältnisse
    • Komorbiditäten
    • Psychische Erkrankung/Doppeldiagnostik
    • Psychisch erkrankte Personen ohne Krankheitseinsicht
    • Konsum in Parkhäusern
    • Gewalt
    • Verelendung
     

    Kooperation und Vernetzung

    • Zusammenarbeit unter den Ämtern
    • Kooperation der Daten
    • Zusammenarbeit (Dienste nicht beim gleichen Träger)
    • Balance zwischen Bedürfnissen der Stadtgesellschaft und Klient*innen

     

    Gesellschaftliche Herausforderungen

    • Anwohnerwiderstand
    • Rechtsruck in der Politik
    • Gesellschaftliche Akzeptanz
    • Stadtbild

     

    Spezifische Bedarfe und Herausforderungen

    • Hilfen für EU-Ausländer
    • Abstinenzorientierte Hilfsangebote
    • Plätze qualifizierter Entzug illegaler Substanzen
    • Akzeptanzorientierte Psychologische Unterstützung
    • Med. Versorgung, Alltagshilfe
    • Stationäre Einrichtungen nach 67
    • Übergang Haft/Freiheit
    • Strafverfolgungszwang
    • Alternative Aufenthaltsplätze

     

     

 

Publikumsbeteiligung: Gemeinsam engagiert vor Ort - Wie gelingt das bei Ihnen?

Regelmäßige Aktivitäten & Angebote

  • Offenes Boule-Spiel: Einmal pro Woche auf der Szenefläche für alle Bürger*innen.
  • Monatliche Treffen: Wohnungsnotfallhilfe, Streetwork & SpDi, um wohnungslose Menschen in den Fokus zu nehmen.
  • Fallkonferenzen: Einrichtungs- und trägerübergreifend, monatlich.

 

Kooperation & Netzwerke

  • PsychWoh: Praktiker*innen-Netzwerk der psychosozialen Versorgung und Wohnungslosenhilfe unter Leitung des Gesundheitsamtes.
  • Kleine Ordnungspartnerschaft: Multiprofessionelle Zusammenarbeit mit Polizei, Ordnungsamt, Obdachlosenhilfe, Gesundheitsamt und weiteren Akteuren.
  • Gemeinsame Arbeitskreise: Institutionenübergreifend, z. B. in Gelsenkirchen (Koordinierungskreis Szenebildung).

 

Aufklärung & Sensibilisierung

  • Bürger*innen sensibilisieren: Für ein erhöhtes Verständnis der Situation.
  • Gleiche Regelungen: In Notschlafstellen (vereinfacht für Klient*innen und Mitarbeitende).

Niedrigschwellige Angebote

  • Sprechstunden: Regelmäßige Angebote von Netzwerkpartnern vor Ort (z. B. in Oberhausen).
  • WebApp: Gemeinsamer Auftritt unter www.hernerbruecke.de.

 

Langfristige Strategien

  • Trägerkonkurrenz überwinden: Strategische Umsetzung eines einheitlichen Hilfesystems.
  • Kreativität & Klarheit: Trotz finanzieller Herausforderungen langfristig und pragmatisch zusammenarbeiten.

 

Räumliche & fachliche Nähe

  • Enge Zusammenarbeit: Zwischen substituierender Praxis und Suchtberatungsstelle.
  • Räumliche Nähe der Dienste: Für effizientere Koordination.

 

 

 

 

Publikumsbeteiligung: Was sind die nächsten wichtigen Schritte?

Verbesserung der Zusammenarbeit

  • Zusammenarbeit Wohnungslosenhilfe und Suchthilfe verbessern (trotz Trägerkonkurrenz/Kooperationsträger Konkurrenz)
  • Zielvereinheitlichung mit Polizei optimieren

 

Schaffung von Räumen und Plätzen

  • Schutz- und Aufenthaltsräume schaffen
  • Mehr Raum und Platz schaffen
  • Konsumraum schaffen/ Konsumraumforderung nicht aufgeben

 

Innovative Ansätze und Pragmatismus

  • Drugchecking der LVR Klinik Viersen mit Klient*innen ausprobieren
  • Pragmatische Wege gehen
  • Die Entwicklung weiter vorantreiben...

 

Umsetzung von Konzepten

  • Duldung des Mikrohandels umsetzen

 

Haltung und Einstellung

  • Mutig sein

Sollten Sie an den Vortragsfolien der Beiträge interessiert sein, schreiben sie uns bitte eine E-Mail an kontakt@suchtkooperation.nrw