Service

Aktionsplan gegen Sucht NRW

Der Aktionsplan baut auf dem Landeskonzept gegen Sucht NRW auf und zeigt prioritäre Handlungsfelder und Handlungsbedarfe in den Bereichen Prävention und Hilfe auf. Er konkretisiert die im Landeskonzept gegen Sucht NRW festgeschriebenen fachlichen Grundsätze und Rahmenvorgaben zur Weiterentwicklung von Suchtprävention und Suchthilfe in NRW.

Abgebildet ist ein leerer Tagungsraum der Fachtagung zur Bilanzierung des Aktionsplans gegen Sucht NRW in Düsseldorf. Es sind Stuhlkreise mit Tagungstaschen darauf und eine große Beamerfläche mit dem Logo des Aktionsplans gegen Sucht NRW darauf zu sehen.

Hintergrundinformationen

Wichtigstes Ziel bleibt, die sektorenübergreifende Vernetzung der Hilfesysteme voranzubringen und die differenzierten Angebote fachlich-inhaltlich und strukturell weiterzuentwickeln, damit alle suchtgefährdeten und suchtkranken Menschen die Hilfen erhalten, die sie benötigen.

Der Aktionsplan ist als Gemeinschaftsaktion angelegt, an der sich neben den zuständigen Ressorts der Landesregierung alle relevanten Akteurinnen und Akteure im Suchtbereich und den angrenzenden Hilfebereichen beteiligen.

Die Maßnahmen zur Umsetzung des Aktionsplans umfassen neben der modellhaften Erprobung neuer evidenzbasierter Präventions- und Hilfeansätze auf Landesebene vor allem die Initiierung und zielgerichtete Fortführung von Strukturentwicklungsprozessen im Rahmen der kommunalen Suchthilfeplanung mit ihren Schnittstellen insbesondere zu Jugendhilfe und Schule, Altenhilfe und Pflege sowie Behindertenhilfe, aber auch zu den Bereichen Akutversorgung, Rehabilitation und Nachsorge sowie Vermittlung in den Arbeitsprozess.

Der Umsetzungsprozess wird kontinuierlich vom Fachbeirat Sucht begleitet, in dem alle verantwortlichen Institutionen und Einrichtungen auf Landesebene vertreten sind.

Informationen zur Beteiligung an der Umsetzung des Aktionplans finden Sie unter Antragsverfahren.

Zentrale Ansprechstelle zur Umsetzung des Aktionsplans ist die

Suchtkooperation NRW
Geschäftsstelle
Telefon 0221/ 8097794
kontakt@suchtkooperation.nrw

Schwerpunktsetzung

Schwerpunktsetzung zum Aktionsplan gegen Sucht NRW - Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Auf- und Ausbau von vernetzter Suchthilfe in NRW.

Nachdem die Umsetzung des Aktionsplans bislang breit angelegt war, findet nun – auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Strukturanalyse und der bisherigen fachlichen Diskussionen – eine Schwerpunktsetzung statt. Das MAGS NRW veröffentlicht den Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Auf- und Ausbau von vernetzter Suchthilfe in Nordrhein-Westfalen.

Ziel der Förderung ist es, dass mehr Menschen die vielfältigen Angebote von Information und Aufklärung, Beratung und Behandlung sowie Integration zu Abhängigkeitserkrankungen in Nordrhein-Westfalen kennen und diese, entsprechend ihres Hilfebedarfs, insbesondere frühzeitiger und möglichst passgenau in Anspruch nehmen.

Gefördert werden der Aufbau und die Weiterentwicklung regionaler Suchthilfenetzwerke, die den Zugang zu den Angebotsbereichen Beratung – Behandlung – soziale und berufliche Teilhabe sowie die Überleitung zwischen den Bereichen durch eine engere Kooperation verschiedener Akteur*innen verbessern. Es sollen nutzer- und zielorientierte „Versorgungspfade“ etabliert werden, die für die jeweiligen Zielgruppen leichter zugänglich und passgenauer zugeschnitten sind.

 Die Netzwerke können, je nach regionaler Bedarfslage

  • eine kreisweite bzw. eine kreisübergreifende Vernetzung der Suchthilfe bewirken und /oder
  • sektorenübergreifend (Suchthilfe mit z.B. Öffentlichem Gesundheitsdienst, psychiatrische und hausärztliche Versorgung, Altenhilfe, Pflege und Betreuung, Jugendhilfe, Geflüchtetenhilfe, Jobcenter/Arbeitsagentur, JVA-Überleitung, Suchtmedizin und Suchtselbsthilfe) gestaltet werden und/oder
  • integrierte Beratungsangebote vorantreiben, sofern noch getrennte Angebote für die Beratung hinsichtlich legaler und illegaler Suchtstoffe bestehen.

Der Entwicklungsprozess ist grundsätzlich unter Beteiligung der jeweiligen Zielgruppen anzulegen.

Die genauen Details zur Landesförderung können dem Aufruf entnommen werden.

Als Hilfestellung zur internen Konzept- und Projektplanung mit Ihren Kooperationspartner*innen können Sie auch diese Projektskizze nutzen (mit freundlicher Genehmigung von synexa consult).

Zur Skizzierung der Projektidee ist ausschließlich das zur Verfügung stehenden Antragsformular zu verwenden. Das ausgefüllte Dokument sowie die geforderten Anlagen senden Sie bitte an die Geschäftsstelle der Landesstelle Sucht NRW.

Die Einreichungsfrist ist der 18. Juni 2020. Nach Ablauf der Frist wird über eine Förderung der eingereichten Anträge entschieden. 

Projektdatenbank

Die Projektdatenbank beinhaltet alle im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans gegen Sucht NRW aus Landesmitteln geförderten Projekte sowie sonstige Projekte und Maßnahmen, die den inhaltlichen Zielsetzungen und Anforderungen des Aktionsplans entsprechen.

Neueste Projekte

Präventive und frühe Förderung der Bindungs- und Erziehungskompentenzen drogenabhängiger Mütter

Präventive und frühe Förderung Bindungskompetenz_Plakat, PDF, 904 KB,

Sucht und ADHS bei jungen Erwachsenen- Evaluation eines integrativen Konzeptes zur Diagnose und Therapie

Sucht und ADHS_Abschlussbericht, PDF, 589 KB, Sucht und ADHS_Plakat, PDF, 536 KB, Sucht und ADHS_Projektinformation, PDF, 15 KB,

Evaluation einer auf ältere Menschen mit substanzbezogenen Störungen spezialisierte Station für die qualifizierte Entzugsbehandlung (Station Aqua)

Station Aqua_Plakat, PDF, 583 KB, Station Aqua_Projektinformation, PDF, 16 KB,

Mehr erfahren

Beteiligte Institutionen und Gremien

Der Aktionsplan gegen Sucht NRW ist als Gemeinschaftsinitiative angelegt, an der sich neben den zuständigen Ressorts der Landesregierung alle relevanten Akteurinnen und Akteure im Bereich Suchtprävention und Suchthilfe in NRW beteiligen.
Alle Beteiligten haben sich verpflichtet, die Umsetzung in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich aktiv zu unterstützen.