KI-Technologien bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Unterstützung in der Suchthilfe:
Datenanalyse: Durch maschinelles Lernen können große Mengen an Klient*innendaten analysiert werden, um Muster zu erkennen und individuelle Behandlungspläne zu optimieren.
Früherkennung von Substanzgebrauchsstörungen und abhängigen Verhaltensweisen: Durch den Einsatz von Machine Learning-Algorithmen können Muster im Verhalten von Klient*innen identifiziert werden, die auf ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Abhängigkeitserkrankungen hinweisen. Diese Algorithmen analysieren Daten aus Fragebögen, Interviews oder sogar sozialen Medien, um Frühwarnzeichen zu erkennen. So können Fachkräfte rechtzeitig intervenieren und präventive Maßnahmen ergreifen. Beispiel: Eine App könnte Nutzerdaten analysieren und bei auffälligem Verhalten automatisch eine Benachrichtigung an die Fachkraft senden.
Chatbots: Generative KI kann als virtuelle Unterstützung fungieren und rund um die Uhr Informationen bieten. Diese Chatbots können Fragen beantworten, Informationen bereitstellen und sie an Fachkräfte verweisen, wenn dies notwendig und gewünscht ist.
Verbesserung der Kommunikation: KI-gestützte Tools können auch dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Klient*innen und Fachkräften zu verbessern. Sprach- und Textanalyse-Tools können genutzt werden, um Gespräche zu transkribieren und wichtige Themen oder Emotionen herauszufiltern. So könnte Software während eines Gesprächs mit Klient*innen Schlüsselwörter identifizieren und diese für spätere Analysen speichern.
Monitoring des Fortschritts: Durch den Einsatz von KI können Fortschritte in der Behandlung kontinuierlich überwacht werden. Apps könnten beispielsweise tägliche Check-ins ermöglichen, bei denen Klient*innen ihren Zustand bewerten und Feedback geben. Die gesammelten Daten könnten dann analysiert werden, um den Fortschritt zu visualisieren und Anpassungen vorzunehmen. Eine App könnte z.B. wöchentliche Berichte generieren, die sowohl den Klient*innen als auch den Beratenden helfen, den Verlauf nachzuvollziehen (Europäisches Parlament, 2023 & Plattform Lernende Systeme, o.J.).