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Das Land NRW fördert die Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNA für weitere zwei Jahre

Regierungspräsident Thomas Schürmann übergab den Förderbescheid über 554.000 Euro an Referentin Felia Ricke (2.v.r.) und Nadine Tertel (l.) von der Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNA und Vereins-Vorstandsmitglied Nicole Gutsch.   / ©BRD
Regierungspräsident Thomas Schürmann übergab den Förderbescheid über 554.000 Euro an Referentin Felia Ricke (2.v.r.) und Nadine Tertel (l.) von der Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNA und Vereins-Vorstandsmitglied Nicole Gutsch. / ©BRD

Regierungspräsident Schürmann übergibt Förderbescheid an die Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNA

Der Verein zur Hilfe suchtmittelabhängiger Frauen Essen e.V. BELLA DONNA nimmt seit Jahrzehnten mit der Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNA eine wichtige Funktion in dem Hilfe-Netzwerk für suchtmittelgefährdete und suchtmittelabhängige Mädchen und Frauen ein.

Den Expertinnen geht es nicht nur um Unterstützung bei der Bekämpfung der Sucht- und Drogenabhängigkeit. Sie wollen die Frauen bestärken, eine Perspektive für ein suchtfreies Leben zu entwickeln. So steht es in der Satzung, und diesem Ziel widmet sich der Verein seit seiner Gründung 1989.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) in Nordrhein-Westfalen unterstützt die Arbeit der Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNA als Teil der Suchtkooperation Nordrhein-Westfalen in den nächsten zwei Jahren mit exakt 553.669,89 Euro. In der Geschäftsstelle in Essen übergab Regierungspräsident Thomas Schürmann den Förderbescheid der Referentin Felia Ricke. „Netzwerken, sich auf Helfenden-Ebene zu verbinden, Aufklärung zu betreiben oder auch nach Ursachen der Suchtgeschichten zu forschen, ist eine Aufgabe, deren Bedeutung nicht geringer wird. Diese Arbeit ist existenziell für die Menschen mit einer Substanzkonsumstörung und unverzichtbar für eine soziale Gesellschaft“, betont Thomas Schürmann.

Die Förderung sorgt unter anderem dafür, den fachlichen Austausch auf allen Ebenen zwischen Land, Kommunen und Freier Wohlfahrtspflege voranzutreiben, um eine abgestimmte Entwicklung und Umsetzung von Präventions- und Hilfemaßnahmen im Suchtbereich zu gewährleisten. Die Landesfachstelle informiert ebenso über Grundlagen wie Veränderungen und Trends, unterstützt die kommunale Suchthilfeplanung und die Vernetzung der Aktiven im Arbeitsfeld „Sucht“. Es handelt sich somit nicht nur um eine Förderung für den Standort Essen. „Die Landesfachstelle unterstützt die Suchtarbeit in ganz NRW“, unterstreicht der Regierungspräsident.

Veränderung ist Wesensbestandteil des Vereins und seines Ziels: Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen und der politischen Bestrebungen zur Gleichstellung und gleichberechtigter Behandlung aller Geschlechter erweitert die Landesfachstelle ihre Aufgaben. Schwerpunkt des aktuellen Zwei-Jahres-Plans der Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNA sind die neuen inhaltlichen Kernthemen „Familie“ und Auswirkungen von Sucht auf das Familiensystem, die Stärkung von Kindern psychisch kranker und suchtkranker Eltern als frühe Suchtprävention sowie das Kernthema „Geschlechtervielfalt“ in der Suchthilfe, um vor allem die geschlechterbezogene Suchtarbeit weiterzuentwickeln. Die Fachstelle beobachtet und benennt die Bedarfe geschlechtsbezogener Suchtarbeit im Suchthilfesystem NRW.