Themen

Monitoring der ambulanten Sucht- und Drogenhilfe NRW

Im Rahmen des Monitorings werden die erhobenen und dokumentierten einrichtungs- und betreuungsbezogenen Daten der ambulanten Suchthilfe in NRW strukturiert ausgewertet und veröffentlicht. Erhebungsinstrument ist der Deutsche Kerndatensatz (KDS), der eine bundesweit standardisiertes Verfahren ermöglicht. 

Berichte und Auswertungen

Alle Daten der rund 180 Einrichtungen der ambulanten Suchthilfe in Nordrhein-Westfalen werden in einem in regelmäßigen Abständen erstellten Monitoringbericht veröffenlicht. Der Monitoringbericht beschreibt Stand und Entwicklung der Arbeit der Sucht- und Drogenberatungsstellen in NRW und soll zu einer vertiefenden Analyse auf Landes- und kommunaler Ebene anregen. Er bietet damit eine Grundlage für die Weiterentwicklung der Suchthilfeangebote in NRW. Die Ergebnisse richten sich an Mitarbeitende des Suchthilfesystems sowie an Verantwortungsträger auf Landes- und kommunaler Ebene.

Darüber hinaus erhalten die Einrichtungen eine einrichtungsbezogene Auswertung ihrer Daten und die 53 kreisfreien Städte und Kreise in NRW eine kommunenbezogene Auswertung der von den jeweiligen Einrichtungsträgern erhobenen Daten.

Zudem fließen die Daten in die Deutsche Suchthilfestatistik ein.

Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung

Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung Hamburg (ISD) fungiert als zentrale Datensammelstelle für die einrichtungs- und klientenbezogene Daten der ambulanten Suchthilfeeinrichtung in Nordrhein-Westfalen und begleitet den gesamten Datenaufbereitungs- und Datenauswertungsprozess. Zudem ist das ISD wieder beauftragt die Erstellung des Monitoringberichts im Jahr 2022 durchzuführen.  

Sie können sich bei Fragen zur Datenerhebung, -Auswertung und -Übermittlung gerne direkt ans ISD wenden. Das ISD bietet eine Hotline für die Einrichtungen der Sucht- und Drogenhilfe in NRW an.

Telefonische Hotline:  040 / 42838-6383
erreichbar mittwochs und freitags von 10:00 Uhr - 12:30 Uhr  und  13:30 - 17:00 Uhr. 

oder per Mail an bado‐nrw@isd‐hamburg.de

Begleitende Arbeitsgruppe

Begleitet wird dieser Prozess durch eine fachliche Unterarbeitsgruppe des Beirats der Suchtkooperation NRW bestehend aus Vertretungen der Freien Wohlfahrtspflege NRW, den Kommunalen Spitzenverbänden und des MAGS NRW.

Leitung der UAG Statistik

Suchtkooperation NRW
Geschäftsstelle
Dorothee Mücken
Telefon 0221/ 8096602
d.muecken@suchtkooperation.nrw

KDS - Workshops

Seit 2017 wird bundesweit ein überarbeiteter Deutscher Kerndatensatz (3.0) eingesetzt. Daher werden auch in diesem Jahr erneut praxisorientierte Workshops für die mit der praktischen Umsetzung der Dokumentation befassten Mitarbeiter*innen in den Sucht- und Drogenberatungsstellen zu den Inhalten und zur Umsetzung des neuen Deutschen Kerndatensatzes und den landesspezifischen Ergänzungen angeboten.

Für Mitarbeiter*innen der Kreise und kreisfreien Städte finden zudem Veranstaltungen zu den Inhalten des neuen Deutschen Kerndatensatzes (KDS 3.0), den landesspezifischen Ergänzungen in NRW sowie zu den Nutzungsmöglichkeiten der kommunenbezogenen Auswertungen an.

Die Workshops werden von dem mit der Datensammlung beauftragten Institut, dem ISD in Hamburg, durchgeführt und finden im Herbst 2022 wieder statt. Die genaue Termine und Anmeldemöglichkeiten werden in kürze erscheinen. 

Deutscher Kerndatensatz 3.0 und Landesspezifische Ergänzungen NRW

Der Deutsche Kerndatensatz zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS 3.0) definiert einen einheitlichen Dokumentationsstandards im Bereich der Suchtkrankenhilfe. Das Erhebungsinstrument wird seit 2017 in seiner aktuellen Version KDS 3.0 angewandt und kontinuierlich weiterentwickelt. 

Das aktuelle Manual für den Deutschen Kerndatensatz 3.0 (gültig ab Januar 2022) enthält die Definitionen und  Erläuterungen für den Gebrauch und steht auf der Website der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. zur Verfügung.

 

Seit 2016 stehen für Nordrhein-Westfalen zudem Landesspezifische Ergänzungen zur Erhebung des KDS 3.0 zur Verfügung, die die landesweite Erhebung auf Basis des KDS 3.0 um wenige sinnvolle Fragestellungen ergänzt. Die Ergänzungen ermöglichen u.a.

  • neben der Beschreibung der Situation zum Betreuungsbeginn auch die aktuelle Situation zu dokumentieren
  • sowie die Relevanz einzelner Substanzen und Verhaltensweisen für die Betreuung/ Behandlung festzuhalten.

Eine ausführliche Beschreibung stellt das ISD zur Verfügung:

Definition und Information zur Anwendung der Landesspezifischen Ergänzungen NRW