Suchtkooperation NRW

Übersicht Suchtkooperation NRW

Suchtkooperation NRW besteht aus einer Geschäftsstelle, vier Landesfachstellen mit ihren jeweiligen Schwerpunktthemen und einem Beirat. Sie wurde 2011 als landesweite, fachliche Koordinierungs- und Bündelungsstelle eingerichtet.

Es wird die Abbildung einen Knotennetzes als Symbol für die Vernetzung untereinander gezeigt.
Abgebildet ist das Organigramm der Suchtkooperation NRW.

Struktur

Das Gesundheitsministerium NRW ist der Auftraggeber der Geschäftsstelle und der Landesfachstellen und leitet den Beirat. Der Beirat wirkt verbindlich bei der strategisch-inhaltlichen Ausrichtung mit und unterstützt aktiv die Arbeit der Suchtkooperation NRW. Prozesse wie die Jahresplanung, Rückkopplungen von inhaltlichen und strategischen (Zwischen)-Ergebnissen, Modifikationen und Nachsteuerungen finden auf der Grundlage von Beschlüssen des Beirates sowie im gemeinsamen Austausch zwischen dem Gesundheitsministerium NRW, der Geschäftsstelle und den betreffenden Landesfachstellen statt. Suchtkooperation NRW steht darüber hinaus in engem Austausch mit den Vertretungen der kommunalen Spitzenverbände sowie der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW und nutzt aktiv die Struktur des Beirats zur Umsetzung der Jahresplanung. Die Landesfachstellen unterstützen sich und die Geschäftsstelle gegenseitig bei der Umsetzung ihrer Aufgaben.

Die Komplexität der Suchthilfestrukturen und Angebote im Bereich der Prävention, Hilfen und der Selbsthilfe erfordern eine regelmäßige Reflexion und ggf. Weiterentwicklung der Strukturen der Suchtkooperation NRW. Die Landesfachstellen und die Geschäftsstelle beteiligen sich über ihre jeweilige spezialisierte Tätigkeit hinaus (s.u.) an Prozessen, aktuellen Themen und Entwicklungen im Bereich Sucht und nehmen diese ggfs. in ihren Arbeitsbereich mit auf.

Ein enger Praxisbezug der vier Landesfachstellen ist durch ihre jeweilige Anbindung an freie Träger im Arbeitsbereich Sucht gewährleistet. Die Aufgaben der vier Landesfachstellen umfassen die Koordinations-, Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsfunktion der jeweiligen Schwerpunktthemen: Suchtprävention, berufliche und soziale Integration, Glücksspielsucht sowie Frauen, Familien und Sucht.

Aufgaben der Landesfachstellen sind im Besonderen:

  • Aufklärung, Informations- und Wissensvermittlung zu den jeweils spezifischen Themen für Träger, Kommunen, Einrichtungen der Suchthilfe und angrenzenden Arbeitsfeldern sowie für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen
  • Koordination der Arbeitsbereiche und -themen durch den Aufbau, die Organisation und Pflege regionaler und überregionaler Arbeitsgemeinschaften, Netzwerke und Kooperationen
  • Durchführung und fachlich-inhaltliche Begleitung von Projekten zur Unterstützung und Weiterentwicklung der Suchtpräventions- und Suchthilfestrukturen in NRW
  • Qualifizierung und Weiterentwicklung des Fachumfeldes
  • Durchführung von und Beteiligung an Studien, Forschungsvorhaben u. ä. zu den jeweiligen Schwerpunktthemen
  • Entwicklung von Informations- und Arbeitsmaterialien; Zusammenführung von Erkenntnissen unterschiedlicher Disziplinen und Arbeitsfelder
  • Verfassen von fachlichen Stellungnahmen und Unterstützung des Gesundheitsministeriums NRW bei der Entwicklung und Umsetzung suchtspezifischer Maßnahmen
  • Beratung von Einrichtungsträgern und Koordination von Maßnahmen und Angeboten auf Landesebene
  • Verbesserung des Transfers zwischen Forschung und Praxis und umgekehrt

Die Landesfachstellen sind als eigenständige Einrichtungen bei ihren jeweiligen Trägern verortet.

 

Aufgaben und Ziele

Die Arbeit der Suchtkooperation NRW orientiert sich an folgenden übergreifenden Zielsetzungen:

  • Inhalte und Strukturen der Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe in NRW werden kontinuierlich weiterentwickelt.
  • Ein Interessensausgleich und fachlicher Austausch zwischen Land, Kommunen und Freier Wohlfahrtspflege wird unterstützt, um eine abgestimmte Entwicklung und Umsetzung von Präventions- und Hilfemaßnahmen im Suchtbereich in NRW zu gewährleisten. 
  • Über Aktuelles, wie sich verändernde Rahmenbedingungen, Grundlagen und Trends etc., sowie zu übergreifenden Themen wird kontinuierlich informiert.
  • Die Versorgung suchtgefährdeter und suchtkranker Menschen sowie ihrer Angehörigen wird bedarfsorientiert weiterentwickelt. Ziel ist es, gleichwertige Lebensverhältnisse für die betroffenen Menschen in Nordrhein-Westfalen zu erreichen.
  • Angebote und Hilfen werden so ausgestaltet, dass Suchtrisiken entgegengewirkt bzw. eine Suchtentwicklung möglichst verzögert wird. 
  • Fachexpertisen für Mitarbeitende im Arbeitsfeld „Sucht“ sowie in angrenzenden Arbeitsfeldern werden aufbereitet und bereitgestellt.
  • Prozesse der kommunalen Suchthilfeplanung sowie verbandsübergreifende Aktivitäten der Suchthilfe und Suchtselbsthilfe werden fachlich unterstützt.  
  • Regionale und überregionale Vernetzung und Kooperationen von Mitarbeitenden im Arbeitsfeld Sucht und angrenzender Arbeitsfelder in NRW werden unterstützt. 
  • Der kontinuierliche fachliche Austausch zu aktuellen Trends und Maßnahmen findet mit Institutionen auf Landesebene sowie mit den Landesstellen für Suchtfragen und vergleichbaren Institutionen auf Bundesebene statt. 
  • Umgesetzt werden die jeweiligen Zielsetzungen je nach inhaltlichem Schwerpunkt durch die Geschäftsstelle und die vier Landesfachstellen.

Zielgruppe

Die Suchtkooperation NRW hat eine zentrale Koordinierungs- und Servicefunktion insbesondere für Mitarbeitende in der Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe. Mittels Bündelung fachlicher Expertise, Bereitstellung von landesspezifischen und wissenschaftlichen Daten, Beratung, Kooperation und Austausch ermöglicht sie zukunftsweisende Weiterentwicklungen des Suchtpräventions- und Suchthilfesystems in NRW.

Beirat

Der Beirat der Suchtkooperation NRW erarbeitet Empfehlungen für die (Weiter-) Entwicklung der regionalen bzw. örtlichen und landesweiten Suchthilfe, insbesondere der Suchtprävention, der ambulanten Suchtberatung, der niedrigschwelligen Hilfen und der Suchtselbsthilfe und fördert den Informationsfluss zwischen der Suchtkooperation NRW und den örtlichen Strukturen. Im Mittelpunkt stehen „Transparenz“, „Kooperation“ und „Qualität“.

Mitglieder sind neben dem Land NRW, vertreten durch das Gesundheitsministerium, die Kommunen und die Freie Wohlfahrtspflege, die gemeinschaftlich für die Suchtprävention, die Suchthilfe und die Suchtselbsthilfe in NRW Verantwortung tragen.

Der Beirat wird vom Ministerium geleitet und ist zu gleichen Teilen mit jeweils sechs Vertretungen der Freien Wohlfahrtspflege (davon eine Vertretung der Suchtselbsthilfe) und der Kommunen besetzt. Die Mitglieder des Beirats werden von den jeweiligen Spitzenverbänden benannt. Empfehlungen werden im Konsens gefasst. Alle Beteiligten wirken darauf hin, dass die Empfehlungen umgesetzt werden.

Der Beirat hat eine Geschäftsordnung.

Aufgaben des Beirates sind:

  • Mitgestaltung der strategischen und inhaltlich-fachlichen Ausrichtung der Suchtkooperation NRW
  • Fachlicher Austausch mit und Beratung der Suchtkooperation NRW zur Weiterentwicklung der Suchthilfestrukturen in NRW
  • Sicherstellung eines wechselseitigen Informationsflusses der Suchtkooperation NRW und der örtlichen Strukturen
  • Fachliche Unterstützung von Land, Kommunen und Freier Wohlfahrtspflege
  • Begleitung und fachliche Unterstützung der Suchthilfestatistik in NRW

 

Namentliche Besetzung des Beirats

Vertreterinnen und Vertreter
Kommunale Spitzenverbände         

Herr Dr. Matthias Albers
Frau Dr. Anne Bunte
Frau Sandra Heinsch
Herr Dr. Peter Kleeschulte
Herr Christian Müller
Herr Trudpert Schoner
Vertreterinnen und Vertreter
Freie Wohlfahrtspflege

Frau Verena Domay
Herr Michael Hülsen
Frau Angelika Schels-Bernards
Herr Denis Schinner
Herr Ralph Seiler
Herr Mathias Speich