Aktuelles

NRW-Modellprojekt "Suchtprävention an Berufsbildenden Schulen"

Studien belegen, dass an Berufskollegs der Konsum von Alkohol, Cannabis und Tabak im Vergleich zu anderen weiterführenden Schulen um ein Vielfaches höherliegt (BZgA 2018). Für die Suchtprävention besteht deshalb ein entsprechend hoher Handlungsbedarf.
Mit einem Modellprojekt für Berufsbildende Schulen soll der Einstieg in den riskanten Konsum/Missbrauch der Substanzen Tabak, Alkohol und Cannabis vermindert werden. Geplant ist, von 2020 bis 2024 verschiedene Maßnahmen zur Suchtvorbeugung zu entwickeln und umzusetzen. Das Projekt richtet sich an Berufsbildende Schulen in Nordrhein-Westfalen. Angesprochen werden insbesondere Schüler*innen dieses Schultyps im Alter von 15 bis 17 Jahren, da hier eine besondere Gefährdung in Hinblick auf den Konsum und Missbrauch von Suchtmitteln vorliegt.

Trotz Lockdown und Corona-Maßnahmen weckte das Angebot zur Teilnahme an dem Modellprojekt das Interesse vieler Schulen: So nahmen insgesamt 43 Vertreter*innen von 20 Berufsbildenden Schulen an der Online-Veranstaltung teil.

Die Mitarbeitenden der Landesfachstelle Suchtprävention NRW, ginko Stiftung für Prävention, informierten ausführlich über den Ablauf des Projektes, die geforderten Voraussetzungen und die im Laufe des Projektes anfallenden Aufgaben. Sie betonten, dass die Planungen den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden müssen. Zudem sei es wichtig, dass sowohl die individuellen Gegebenheiten der Schulen als auch soweit wie möglich die Bedürfnisse der teilnehmenden Schulen berücksichtigt werden. Sechs Schulen können am Projekt teilnehmen.

Das Modellprojekt wird gefördert vom GKV-Bündnis Gesundheit, einer gemeinsamen Initiative der gesetzlichen Krankenkassen, und der Unfallkasse.
Geleitet und koordiniert wird das Projekt von der Landesfachstelle für Suchtprävention NRW (ginko). Der Diplom-Psychologe Gerd Rakete, erfahren in Konzept-/Projektentwicklung und Qualifizierung in Berufsbildenden Schulen, berät die Schulen und entwickelt Materialien, Unterrichtseinheiten und Projekte.

Bis Mitte Februar wird entschieden, welche Schulen an dem Modellprojekt teilnehmen werden. Es ist vorgesehen, dass aus jedem Regierungsbezirk eine Schule dabei ist.

Ansprechpersonen für das Projekt

Tina Kolonko
Tel.: 0208 30069-36

Gerd Rakete
Tel.: 0170 3832377