Wichtigkeit von Medienkompetenz und Demokratiebildung
In einer zunehmend digitalen Welt ist es für junge Menschen wichtiger denn je, sicher, kritisch und bewusst im Netz zu agieren. Die Förderung von Medien- und Demokratiekompetenz wird damit zu einer zentralen Bildungsaufgabe – auch das gesunde Aufwachsen mit Medien spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn die ständige Verfügbarkeit von Informationen und die Nutzung sozialer Medien bieten sowohl Chancen als auch Risiken, nicht zuletzt auch eine problematische bzw. exzessive Nutzung, die in eine Internetnutzungsstörung (INS) münden kann.
Der Methodenkoffer "What’s on" ist für den Einsatz in weiterführenden Schulen konzipiert, einzelne Methoden können – angepasst – auch in der vierten Jahrgangsstufe der Grundschule eingesetzt werden. Bei den Gesprächen am Stand wurde deutlich, dass sich gerade in der Primarstufe ein hoher Bedarf an Präventionsangeboten zur gesunden Mediennutzung und Förderung der Lebenskompetenzen abzeichnet.
Die Prävention von INS unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von klassischer Suchtprävention: Da digitale Medien ein integraler Bestandteil moderner Lebensführung sind, ist vollständige Abstinenz weder möglich noch sinnvoll. Daher zielt Prävention hier auf Konsumkompetenz – also die Fähigkeit, Nutzen und Risiken der Mediennutzung selbstbestimmt abzuwägen und bei Bedarf das eigene Verhalten zu verändern.
Ziel ist eine selbstregulierte, reflektierte Mediennutzung, die die Chancen digitaler Angebote nutzt, ohne in ihre Suchtmechanismen zu geraten.
Erwachsene – ob Eltern, Erzieher:innen oder Lehrkräfte – sind Vorbilder und können allein durch eine sichere Bindung, (emotionale) Verfügbarkeit und Vertrautheit einen Rahmen abstecken, indem sie die Basis für ein gesundes Aufwachsen ermöglichen.
Online-Informationsangebote zur Medienkompetenzförderung
Die Veranstaltung "Kompetent im Netz" bildete den Auftakt für ein umfangreiches Online-Informationsangebot im Schuljahr 2025/2026. Kostenfreie Online-Veranstaltungen des NRW-Schulministeriums zu spezifischen Themen der Medienkompetenzförderung stehen auf dem Programm – und zwar sowohl für pädagogisches Personal als auch für Eltern.
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