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NaloxNRW: Leben retten kann man lernen!

Von den 769 polizeilich erfassten Drogentoten in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr sind 173 Menschen an einer Überdosis mit Opioiden gestorben. Dort, wo eine Überdosierung von Opioiden zum Tode geführt hat, hätte ein solcher Todesfall durch den Einsatz eines Naloxon- Nasensprays womöglich vermieden werden können. Das einfach und sicher anwendbare Medikament Naloxon kann innerhalb weniger Minuten die atemlähmende Wirkung von Opioiden wie Heroin, Fentanyl oder Methadon aufheben und damit Leben retten. Das Medikament ist einfach anwendbar und kann nicht missbräuchlich
verwendet werden. Eine Strafbarkeit nach dem Arzneimittelgesetz ist für die verschreibende Ärztin bzw. den verschreibenden Arzt – bei Beachtung der arzneimittelrechtlichen Grundsätze sowie spezifischer
Besonderheiten – ausgeschlossen, da es sich bei Naloxon um ein verschreibungsfähiges Medikament handelt.
Durch das bundesweite NALtrain-Projekt wurden in Nordrhein-Westfalen bereits einige Personen zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet. Im Vergleich zu anderen Bundesländern wurde in Nordrhein-
Westfalen aber deutlich weniger geschult. Daher ist es dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ein Anliegen, so viele Menschen wie möglich im Umgang mit Naloxon zu
schulen. Die Aidshilfe NRW koordiniert diese Schulungen und führt sie durch. Inhalt der Schulungen sind z. B. die Wissensvermittlung zu Opioiden, Erste-Hilfe im Drogennotfall und die Anwendung von Naloxon.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen begrüßt das Angebot dieser Schulungen und befürwortet eine Teilnahme ausdrücklich und bittet darum, dass Ärztinnen
und Ärzte mit der Verschreibung von Naloxon die geschulten Substituierten sowie Konsumentinnen und Konsumenten unterstützen.

Hier geht es zum Einladungsflyer.