Aktuelles

Aktivitäten sogenannter Aufklärungsschriften

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund aktueller Anfragen aus Sachsen‐Anhalt senden wir hier mit Dank an die Kolleg*innen aus Sachsen-Anhalt für den Hinweis Informationen zu Aktivitäten so genannter Suchtaufklärungsschriften mit Bitte um Verbreitung.

Immer wieder wird versucht, aus der Suchtproblematik Kapital zu schlagen. Dabei wenden sich die Herausgeber so genannter Fachpublikationen zu Suchtthemen an Firmen und Institutionen mit der Bitte um Sponsoring für entsprechende Aufklärungsmagazine. Derzeit ist in Sachsen-Anhalt wieder SUCHT‐HILFE - Zeitschrift für Aufklärung und Vorbeugung – aktiv.

Das Vorgehen ist immer das gleiche: Firmen sollen in möglichst hoher Auflage die Hefte abonnieren, etwa zur Mitarbeiterinformation zum Auslegen oder als „Unterstützung“ für Schulklassen in der Region. Die produzierten Info‐Schriften enthalten keine Informationen, die man nicht über die zuständigen Akteure aus dem Gesundheitsbereich (z.B. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – BZgA und Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen – DHS) kostenfrei auch in größeren Stückzahlen beziehen kann, und dazu qualitätsgesichert, zielgruppenspezifisch, aktuell sowie mit Autoren- und Quellenangaben. 

Kostenfreies hochwertiges Info‐Material zu allen Fragen rund um Sucht, Drogen und Suchtprävention finden Sie vor allem bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen – DHS https://www.dhs.de/infomaterial

sowie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – BZgA.

https://www.bzga.de/programme-und-aktivitaeten/suchtpraevention/

Im aktuellen Fall fungiert der „Sucht‐ und Jugendhilfe e.V.“ für die Publikation „SUCHT‐HILFE, Zeitschrift für Aufklärung und Vorbeugung“ als Verantwortlicher im Sinne des Presserechts. Dieser Verein ist – anders als der Titel vermuten lässt ‐  kein anerkannter Träger der Jugendhilfe, und vor Ort in Lübeck bzw. Ostholstein auch nicht durch Aktivitäten bekannt. Allerdings scheint der Verein bundesweit um Spenden zu werben. Dabei wird gelegentlich der Anschein von Regionalität geweckt, ohne dass aber Informationen über Aktivitäten in der jeweiligen Region zu finden wären.

Ein einfacher Test zur Überprüfung der Gemeinnützigkeit, die i.d.R. behauptet wird, ist die Frage nach dem Körperschaftssteuerfreistellungsbescheid. Diesen sollte man sich unbedingt vorlegen lassen. Eingetragene Vereine mit offiziell anerkannter Gemeinnützigkeit verfügen über einen solchen, und sind auch gewohnt, diesen beim Erhalt von Unterstützungsleistungen o.ä. vorzulegen.

Angefragten Unternehmen wird grundsätzlich angeraten, ihre Informationen zu Suchthilfe und –prävention von renommierten öffentlichen Institutionen zu beziehen und das eingesparte Geld, auch Spenden, lieber der örtlichen Suchthilfe zukommen zu lassen.

Hilfe bei der Auswahl von passendem Info‐Material, aber natürlich auch zu allen Fragen der Suchtprävention und ‐hilfe, geben v.a. die Suchtberatungsstellen und Fachstellen für Suchtprävention vor Ort. Alle Kontaktdaten für Nordrhein-Westfalen finden Sie in unserem Publikationswegweiser hier:

https://suchtkooperation.nrw/service/publikationen

Die Weitergabe dieser Information an Ihre Kooperationspartner hilft, in der Suchtprävention dringend benötigte Gelder für wirksame Suchtprävention zu sichern.

Bei Fragen rufen Sie uns gerne an.

Mit freundlichen Grüßen, bleiben Sie gesund!

Ihre Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW

0221-809 7794
kontakt@suchtkooperation.nrw